Am letzten Sonntag war ich zu Gast bei den Sternennächten im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart. Im Rahmen dieser Reihe präsentieren die mit Michelin-Sternen prämierten Köche in der obersten Etage des Mercedes-Benz-Museum ein erlesenes Menü. Wer möchte kann hier mehr über diese Veranstaltung lesen.
Erster Stern : Das Museum
Dies war mein erster Besuch im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart, bis zu diesem Sonntag hatte ich es nur im Rahmen einer Theatervorführung der Theatergruppe „LOKSTOFF!“ von außen gesehen. Dort diente der Eingangsbereich des Museums als Bühne für einen Akt aus Franz Kafka „Die Verwandlung „ den wir aus einem fahrenden Bus anschauen konnten.
Zweiter Stern: Die Ausstellung
Bis heute zog es mich nicht unbedingt in ein Automuseum, ist doch ein Auto für mich doch eher ein Gebrauchsgegenstand der mich von A nach B bringt. Wobei ich schon ein gutes Auto zu schätzen weiß. Nach dem Aperitif den wir in der Cocktail Lounge genießen durften wurde uns eine Führung durch das Museum angeboten, die wir gerne annahmen. In der darauf folgenden dreiviertel Stunde in der wir uns von der obersten Etage, vorbei an den ersten Fahrzeugen bis zu den neusten Entwicklungen bewegten, konnte ich mich nicht der Faszination “Auto” entziehen. Dazwischen die Sonderausstellung zum SL – wer kann einem SL mit Flügeltüren schon wiederstehen. In der kurzen Zeit konnte man nur einen Bruchteil sehen, also ich werde wiederkommen.
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Dritter Stern: Der Koch und sein Team
Bevor es dann zu Tisch ging hatten wir die Möglichkeit den Koch des Abends Mansour Memarian kennenzulernen. Das Gespräch das Dirk Baranek geführt hat ist hier zu sehen. Für mich sind zwei Dinge besonders in Erinnerung geblieben, zum Einen das ständig an einer Verbesserung zu arbeiten und auf jede Kleinigkeit gemeinsam im Team zu achten ist. Das Ergebnis, ein Menü auf höchstem Niveau.
Vierter Stern: Das Menü
Doch jetzt zum Menu, wobei man die kleinen Leckereien und den Champagner zum Empfang nicht unerwähnt lassen darf. Besonders der Champagner hat es mir angetan, der so ganz anders aus dem Glas kam, frisch und fruchtig mit einer schönen Säurestruktur, so ganz anderes wie das Meiste was ich bis jetzt so kannte. Warum ich nicht gefragt habe was es war, bleibt mir ein Rätzel.
Zum Gruß aus der Küche (Langustinencarpaccio auf Tomaten-Honig-Gelee mit Gurken-Kaffir-Relish!) gab es dann einen Sauvignon Blanc aus Württemberg vom Weingut Hans Peter Wöhrwag. Ein Wein der ein nicht mit einem Duft von Stachelbeeren anspringt, dafür aber einen lang mit seinen Zitrus- und Grapefruit Aromen zurück lässt. Diese passten dann harmonisch zu der leichten Süße des Grußes aus der Küche.
Zum nachfolgenden Maine-Hummer mit Sesam-Krokant, Honigmelone und Madras-Curry-Emulsion wurde ein 2009 Riesling Wahlener Sonnenuhr Spätlese vom Weingut Joh. Jos. Prüm gereicht. Was soll man dazu sagen, ein Riesling den man nicht besser nur anders machen kann. So mag ich Riesling, richtig trocken, oder wie in diesem Fall mit einer schönen Fruchtsüsse die perfekt mit der leichten Schärfe des Curry harmoniert.
Bein nächsten Wein wurde es spannend ein 2007 Morillon Zieregg, Große STK-Lage Manfred Tement aus der Südsteiermark. Beim Morillon handelt es sich um eine genetische Variation des Chardonnays, wenn ich es nicht gewusst hätte was im Glas ist wäre ich nicht darauf gekommen. Zum nächsten Gang, Norwegische Jakobsmuscheln mit Kräutersaitlingen, Maronen, Salatherzen, Périgord-Trüffel und Cognac-Velouté hätte ich darauf getippt das er untergeht. Das Gericht ist stimmig aber für meinen Geschmack zu intensiv und dennoch hält der Wein dagegen und passt sehr gut.
Weiter geht es mit einem 2010 Gelber Traminer Smaragd Limitiert von Emmerich Knoll aus der Wachau. Bewusst hatte ich noch keinen Gelben Traminer im Glas mit seiner würzigen Note und seiner feinen Säurestruktur ist er der passende Begleiter zum Weißen Heilbutt im knusprigen Waldpilzmantel, Bouilliaise-Vongole-Sphere und Rote-Beete-Schupfnudeln.
Auch beim 2007 Cuveé I vom Weingut Werner Greiner aus Württemberg muss ich passen. Bestehend aus den Rebsorten Spätburgunder, Lemberger und Regent die in Barriquefässern aus französischer Eiche ausgebaut wurden, ist er kräftig mit einer Cassis Frucht und weichen Taninen, genau mein Wein. Dazu Peters Farm Milchkalbsfilet, Zucchinipüree, Auberginenlasagne und Gremolate-Saucre, einfach perfekt.
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Beim Nachtisch Joghurt-Sorbet, Catalana-Schaum, Erdbeer-Rhababer-Ragout und Vanillekorallen, der wie von Mansour Memarian angekündigt in seiner Leichtigkeit das Frühjahr begrüßt, bleibt der Wein im Hintergrund. Der 2007 Chardonnay Eiswein aus dem Weingut Bender aus der Pfalz kann mich hier nicht überzeugen es bleibt bei mir in erster Linie die Süße im Gedächtnis hängen.
Fünfter Stern: Der Sternenhimmel
Ja, mit dem fünften Stern wurde es dann leider nichts. Gerne hätten wir uns den auf der Speisekarte beschriebenen Nachthimmel von der Terrasse des Museum angesehen, da waren aber die Wolken im Weg, sodass daraus nichts wurde. So konnten wir dann den Blick über Stuttgart mit einem Glas Champagner genießen, was ich nicht missen möchte, also so gesehen dann doch der fünfte Stern
Alles in allem ein mehr als gelungener Abend mit spannenden Einblicken, feinsten Speisen, passenden Weinen in einem außergewöhnlichen Ambiente mit spannenden Tischnachbarn. Der Besuch erfolge auf Einladung von Mercedes-Benz.
Weitere Links zur Veranstaltung:


Insbesondere draußen in den Weinbergen. Das Wichtigste ist seit heute erledigt und wir können die Arbeiten in der nächsten Woche abschließen. Im Keller herrscht immer noch Ruhe, die Weine liegen noch auf der Hefe. Das werden wir dann in den nächsten zwei Wochen angehen und uns um das Cuvée kümmern, bis dahin sind dann hoffentlich die großen Bauarbeiten an der Fabrik abgeschlossen und es kehrt etwas Ruhe ein und der Staub legt sich.











